Unter dem Titel „Green Labels: Gütezeichen richtig anwenden“ konnte auch der dritte Teil der erfolgreichen Webinarreihe „Nachhaltiges Österreich – Grüne Beschaffung in Recht und Praxis“ mehrere Hundert Interessent:innen mobilisieren. Lesen Sie hier den vielgefragten Nachbericht.

Das Video vom Webinar zum Nachsehen (57 min.)

Die erfolgreiche Initiative „Nachhaltiges Österreich“ war auch im dritten Webinar „Green Labels – Gütezeichen richtig anwenden“ gut besucht. Über 300 Teilnehmer:innen verfolgten den Live-Stream von Herrn Mag. Berthold Hofbauer, Rechtsanwalt und Partner der Lebenszyklus Kanzlei Heid & Partner Rechtsanwälte und Frau Mag. Jennifer Gutsche, ANKÖ-Juristin mit Schwerpunkt Vergaberecht, Datenschutz und Compliance. Letztere hat die Eindrücke zum Nachlesen für Sie zusammengefasst.

Nachhaltigkeit mit Gütesiegeln auf einen rechtlichen Grundstein legen

Herr Mag. Hofbauer begann den Vortrag mit Verweis auf die Gründe, wieso Gütezeichen einen wesentlichen Beitrag für die Nachhaltigkeit liefern. Mitunter signalisieren solche Zeichen, dass eine Sensibilisierung im Bereich der nachhaltigen Lebensweise besteht und schaffen Bewusstsein auch beim Konsumenten. Außerdem ermöglicht das Sichtbarmachen von nachhaltigen Produkten die Erfüllung der Vorbildfunktion mancher Unternehmen und kann durch Erleben von positiven Erfahrungswerten mehr Akzeptanz für neue, nachhaltigere Produkte schaffen.

Um sich einen Weg durch den „Gütezeichen-Dschungel“ zu bahnen, sollte man sich im Hinterkopf behalten, dass es drei Arten von Umweltzeichen gibt, welche auseinanderzuhalten sind:

  • Typ-I: zertifizierte Umweltzeichen durch unabhängige Stellen,
  • Typ-II: selbstdeklarierte Umweltkennzeichen durch Hersteller:innen oder Handel,
  • Typ-III: Umweltauswirkungen von Produkten aufgrund einer Ökobilanz durch unabhängige Stellen.

In Vergabeverfahren sind jedenfalls solche zu verwenden, welche anhand von nicht-diskriminierenden objektiven Kriterien aufgestellt sind – d.h. der Weg der Zertifizierung muss allen interessierten Personen möglich sein. Zusätzlich muss das Gütezeichen von einer unabhängigen Stelle (der oder dem sog. neutralen Dritten) festgelegt bzw. geprüft werden. Eine Fallstudie hat außerdem veranschaulicht, wie wenig so manch bekannte Gütezeichen für das Tierwohl übrighaben.

Nachhaltigkeit mit Gütesiegeln in der Praxis ersichtlich machen

In der Eignungsnachweisdatenbank Liste geeigneter Unternehmen ® (LgU) sind derzeit zwei Schnittstellen eingerichtet, welche es ermöglichen, ein bestehendes EMAS-Zertifikat (ausgestellt durch das Bundesumweltamt), ein aufrechtes nationales Umweltzeichen und das internationale Umweltzeichen „Ecolabel” (beides durch das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie) tagesaktuell und automatisch darzustellen.

Natürlich besteht für eingetragene Unternehmen die Möglichkeit, weitere (Umwelt‑) Gütezeichen unter „Zertifikate“ bereitzustellen. Derzeit finden sich unfassbare 277 unterschiedliche Arten an Gütezeichen in der LgU, wobei dies nur eine grobe Unterteilung darstellt. Aktuell finden sich 4.219 aktiv gelistete Zertifikate aller Unternehmen in der LgU. Einfache Bearbeitungsmöglichkeiten und Erinnerungsfunktionen garantieren ein effizientes Arbeiten und helfen, die Aktualität und Laufzeit der Zertifikate im Auge zu behalten.

In Zukunft soll es öffentlichen Auftraggeber:innen möglich sein, in ihrer Suche nach geeigneten Unternehmen mit speziellen Zertifikaten bzw. nach Arten von Zertifikaten zu suchen. So garantieren wir einen schnellen Fundus an Unternehmen, welche es sich erkennbar zur Aufgabe gemacht haben, nachhaltige Produkte herzustellen oder die umwelttechnischen Auswirkungen ihrer Produkte auf ein Minimum zu reduzieren. Wenn auch Sie etwas zum nachhaltigen Österreich beitragen wollen, starten Sie gerne mit dem ersten Schritt und informieren Sie sich zu diesem Thema. Die komplette Webinarreihe steht Ihnen hierfür gerne zur Verfügung.

Hier finden Sie sämtliche Materialien zum Webinar Teil 3:

Präsentation „Green Labels in der LgU“ von Mag. Jennifer Gutsche / ANKÖ (PDF-Download)

Präsentation „Nachhaltiges Österreich Teil 3: Green Labels“ von Mag. Berthold Hofbauer / Heid & Partner (PDF-Download)

Die Aufzeichnung des gesamten Webinars (60 Min. Video) finden Sie oben rechts.

Gleich hier zum vierten und letzten Webinar mit dem Titel „Green Public Procurement: Nachhaltig in jeder Phase“ anmelden!

Rückschau:

Hier finden Sie die Nachlesen zu Webinar 1 und Webinar 2.

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