Sowohl das BVergG 2018 als auch die diesbezüglichen Erläuterungen legen Rahmenbedingungen für die verpflichtende Akzeptanz der Eignungsnachweise in einer Online-Datenbank für öffentliche AuftraggeberInnen fest. Die ANKÖ - Liste geeigneter Unternehmen® (LgU®) - die Eignungsnachweisdatenbank des ANKÖ - erleichtert allen Beteiligten dabei den Arbeitsalltag.

Die Erstellung des Angebotes ist für die BieterInnen mit viel Arbeit verbunden. Unterschiedlichste Unterlagen müssen gesammelt, gesichtet und ausgefüllt werden, um sich am Markt durchzusetzen und für AuftraggeberInnen als Auftragnehmer in Frage zu kommen. Bekanntlich ist besonders die Beibringung der Eignungsnachweise mit viel Zeit und Mühe auf Seiten der (hoffentlich) späteren AuftragnehmerIn verbunden. Das vollständige Vorliegen der Nachweise ist gemäß Vergabegesetz eine essenzielle Voraussetzung für einen Zuschlag durch die Auftraggeberin bzw. den Auftraggeber.

Zum Glück gibt es eine Datenbank, die Ihnen hier Arbeit abnimmt. Die Liste geeigneter Unternehmen (LgU) des ANKÖ besteht seit über 20 Jahren – dennoch ist diese Datenbank so aktuell wie nie zuvor. Gerade jetzt, wenn viele MitarbeiterInnen, sowohl auf Seiten der AuftraggeberInnen als auch der AuftragnehmerInnen, im Homeoffice sitzen, ist es beruhigend zu wissen, dass die Nachweise online über den ANKÖ verfügbar sind. So sind ein Zugriff und eine Aktualisierung der Daten auch von zu Hause aus jederzeit möglich.

Die Vorteile liegen klar auf der Hand: der Schwarm an Dokumenten, welcher als Eignungsnachweis benötigt wird, ist übersichtlich aufgegliedert. Auch die Aktualität ist dadurch leicht überprüfbar. Durch automatisierte Schnittstellen und die neue, noch intuitiver gestaltete BenutzerInnenoberfläche unterstützt die Datenbank beide Seiten im Vergabeverfahren: einerseits BieterInnen durch eine vereinfachte Form der Erbringung von Eignungsnachweisen und andererseits können AuftraggeberInnen mit Hilfe des übermittelten ANKÖ-Firmencodes ein Unternehmen schnell und einfach überprüfen, ganz ohne Zettelwirtschaft oder Dokumentenüberflutung.

Rechtlicher Hintergrund

Öffentliche AuftraggeberInnen haben die in der LgU hinterlegten Eignungsnachweise gemäß § 80 Abs 5 BVergG 2018 zu akzeptieren, sofern ihnen ein Zugang zu dieser Datenbank ohne Kosten zur Verfügung steht. In den Erläuterungen zum § 80 Abs 5 BVergG 2018 wird festgehalten, dass es wie bisher möglich ist, Nachweise „…durch die Eintragung in einem Katasterdienst, wie beispielsweise im Auftragnehmerkataster Österreich (ANKÖ)“ zu erbringen. Bei Vorliegen der Voraussetzungen sind öffentliche AuftraggeberInnen verpflichtet, die vorgelegten Nachweise auch über eine Online-Datenbank zu akzeptieren.

Es freut uns zu beobachten, dass bereits die Mehrzahl der öffentlichen AuftraggeberInnen in ihren Ausschreibungsunterlagen die Eignungsprüfung über den ANKÖ favorisieren. Neben den oben beschriebenen Vorteilen hat die Nutzung auch den Mehrwert, dass der ANKÖ in der LgU eine Vielzahl an Datenbanken und Schnittstellen bündelt. Wobei „kostenlos“ aber kein Recht der AuftraggeberIn auf unentgeltlichen Zugang zur LgU bedeutet. Öffentliche AuftraggeberInnen machen gerade deshalb von der LgU Gebrauch, weil es die effizienteste Art der Eignungsprüfung ist und auch Abfragen gemäß LSD-BG sowie AuslBG mit Mausklick getätigt werden können. Ein One-Stop-Shop, wenn Sie so wollen!

Sollten sich Unklarheiten für AuftragnehmerInnen ergeben, regen wir an, das Gespräch mit den jeweiligen AuftraggeberInnen sowie mit uns zu suchen. Wir unterstützen gerne in der Kommunikation für eine erfolgreiche Vergabekultur. Ziel und Zweck unserer LgU-Datenbank ist es, dass am Ende des Tages sowohl Unternehmen als auch AuftraggeberInnen entspannt behaupten können: „Heast, die Eignung passt!“.

Kontakt:
Mag. Clemens Kuprian
t +43 1 333 66 66-50
c.kuprian(at)ankoe.at

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