Im zweiten Teil der erfolgreichen Webinarreihe „Nachhaltiges Österreich“ von ANKÖ und Heid & Partner wurde der Aktionsplan für eine nachhaltige Beschaffung (naBe) unter die Lupe genommen.

Das Video vom Webinar zum Nachsehen (60 min.)

Im zweiten Teil der Webinarreihe „Nachhaltiges Österreich“ von ANKÖ und Heid & Partner Rechtsanwälte wurde der Aktionsplan für eine nachhaltige Beschaffung (naBe) genau beleuchtet. Herr Mag. Berthold Hofbauer von Heid & Partner gab einen profunden Einstieg in die rechtliche Gestaltung, auf welcher unter anderem der naBe gründet. Unsere ANKÖ-Juristin Frau Mag. Jennifer Gutsche ergänzte die theoretische Darstellung mit einer Vorführung, wie die rechtlichen Bedingungen durch Verwendung der Plattform eVergabe+ kinderleicht in die Praxis integriert werden können.

Rechtliches Grundgerüst

Wenn man sich vor Augen führt, dass das öffentliche Beschaffungswesen mit jährlich knapp 2,1 Billionen Euro Netto-Beschaffungsvolumen EU-weit und mit ungefähr 61,7 Milliarden Euro Brutto-Beschaffungsvolumen in Österreich* einen beträchtlichen Teil der Wirtschaftsleistung ausmacht, wird klar ersichtlich, dass die Einkaufsstrategie der vergebenden Stellen einen großen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit, die Nachhaltigkeit und das Sozialbewusstsein hat.

Es überrascht daher nicht, dass die „Umweltgerechtheit“ einen gesetzlichen Vergabegrundsatz darstellt. Ökologische Aspekte und Zusagen sind daher in einer rechts-konformen Ausschreibung ein Muss und deren Befolgung ist durch die vergebende Stelle während der Ausführung mit Kontroll- und Sanktionspflichten sicherzustellen. Um den öffentlichen ausschreibenden Stellen hier unter die Arme zu greifen, wurden praktische Vorgaben ausgearbeitet und im naBe-Aktionsplan zusammengefasst. Dieser wurde durch einen Ministerratsbeschluss vom Juni 2021 für Bundesministerien, deren nachgeordnete Stellen sowie ausgegliederte Rechtsträger des Bundes für verbindlich erklärt.

Von den insgesamt 16 Beschaffungsgruppen wurden die Produktgruppen Hochbau, Lebensmittel, Reinigung und IT-Geräte beispielhaft angeführt, von Herrn Mag. Hofbauer besprochen und übersichtlich zusammengefasst – unter anderem mit Beispielen zu möglichen Nachweisen.

Praktikable Umsetzung im Beschaffungsvorgang

Um einen digitalen Vergabeprozess gewährleisten zu können, ist dafür gesorgt, dass sich auch nachhaltige Ausschreibungen über die ANKÖ-Plattformen schnell und effektiv abwickeln lassen. Anhand zweier fiktiver Beispiele in der Plattform eVegabe+ wurde im Webinar via Live-Einstieg das Arbeiten mit nachhaltigen Kriterien und die Verwendung der Bewertungsmethode im System durchgespielt. Natürlich wurde auch die Darstellung solcher Kriterien auf Unternehmensseite gezeigt.

Vor der Eingliederung von nachhaltigen Kriterien in die bestehende Beschaffungsstruktur empfiehlt es sich, ein gut durchtachtes Konzept zu erstellen und gegebenenfalls die Beratung von Expert:innen in Anspruch zu nehmen. Bei der anschließenden Erfassung der Daten als Kriterienkatalog in der eVergabe-Plattform sind wir Ihnen gerne behilflich.

Ausblick

Wie im Webinar kurz angesprochen, bilden auch Gütezeichen ein fundamentales Werkzeug, wenn es darum geht, eine nachhaltige Beschaffung vorzunehmen, weshalb auch auf diese kurz eingegangen wurde. Im dritten Teil der Webinarreihe „Green Labels: Gütezeichen richtig anwenden“ werden wir uns diesem Thema im Detail widmen. Zur Anmeldung für das Webinar 3 geht es hier.

Hier finden Sie sämtliche Materialien zum Webinar:

Präsentation „naBe - Kriterien in der eVergabe+“ von Mag. Jennifer Gutsche / ANKÖ (PDF-Download)

Präsentation „Der neue Österreichische Aktionsplan für eine nachhaltige öffentliche Beschaffung“ von Mag. Berthold Hofbauer / Heid & Partner (PDF-Download)

Die Fragen & Antworten aus dem Webinar (PDF-Download)  

Die Aufzeichnung vom gesamte Webinar (60 min. Video) finden Sie oben rechts.

 

*Quelle: ANKÖ-Studie „Öffentliche Vergaben in Österreich – Methodische Grundlagen und empirische Ermittlung des gesamten Beschaffungsvolumens und öffentlicher Auftragsvergaben“ in Kooperation mit der TU Wien (Fachbereich Finanzwissenschaft und Infrastrukturpolitik - IFIP im Department für Raumplanung) mit Ass.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Johann Bröthaler unter Mitarbeit von Univ.-Ass. Mag. Dr. Leonhard Plank.

 

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