Wie groß ist das Volumen des österreichischen Vergabemarktes? Wie setzen sich diese Vergaben zusammen – wie viele Mittel fließen in einzelne Auftragsarten (Bau-, Liefer- oder Dienstleistung)? Wie hoch sind die Kosten entlang des Prozesses, und welche Wertschöpfungseffekte werden damit in Österreich erzielt? Alle Fragen, die für eine wirtschaftspolitische Steuerung des Vergabebereichs wesentlich sind, werden in dieser Umfangreichen Studie von ANKÖ in Kooperation mit der Technischen Universität Wien, Fachbereich Finanzwissenschaft und Infrastrukturpolitik (IFIP) im Department für Raumplanung mit Ass.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Johann Bröthaler unter Mitarbeit von Univ.-Ass. Mag. Dr. Leonhard Plank beantwortet.

05.02.2019

Über 100 Seiten stark ist die Studie „Öffentliche Vergaben in Österreich – Methodische Grundlagen und Empirische Ermittlung des gesamten Beschaffungsvolumens und öffentlicher Auftragsvergaben“, die ANKÖ in mehrjähriger Zusammenarbeit mit der Technische Universität Wien, Fachbereich Finanzwissenschaft und Infrastrukturpolitik (IFIP) im Department für Raumplanung mit Ass.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Johann Bröthaler unter Mitarbeit von Univ.-Ass. Mag. Dr. Leonhard Plank, erstellt hat.  

Die Studie ist über den Zeitraum von 2015 bis 2017 entstanden und wurde erstmals im November 2017 im Zuge einer ANKÖ-Pressekonferenz an einen ausgewählten Kreis publiziert.

Mit dem heutigen Tag wird die Studie, die bereits von einigen Studierenden für Ihre Abschlussarbeiten genutzt wurde, offiziell und in voller Länge der gesamten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die Bedeutung der Studie wird anhand der erhobenen Zahlen des gesamten Beschaffungsvolumens in Österreich besonders gut sichtbar. In einem Beobachtungszeitraum von 2011 bis 2015 ist das Beschaffungsvolumen von knapp unter 60 Milliarden Euro (2011) auf über 61,7 Milliarden Euro (2015), rund 17,9 % des BIP, gestiegen. Unter Berücksichtigung fehlender Daten zu öffentlichen Unternehmen ist davon auszugehen, dass das gesamte öffentliche Beschaffungsvolumen in Österreich sogar deutlich höher (über 20 % des BIP) liegt.

Trotz dieser außerordentlich großen wirtschaftspolitischen Bedeutung gab es bisher neben unterschiedlichen Abschätzungen und Hochrechnungen kaum gesichertes Datenmaterial. Der ANKÖ - Auftragnehmerkataster Österreich ist somit die erste Institution, die die Zahlen zu öffentlichen Vergaben in Österreich erhoben hat.    

Neben dieser Erhebung schafft die vorliegende Untersuchung aber auch wichtige Grundsteine für weitere notwendige Erhebungen: So wurde ein methodischer Rahmen geschaffen, in dem festgelegt werden konnte, welche Einheiten zu beachten sind und welche Daten für einen längerfristigen Vergleich herangezogen werden können. Diese von den Studienautoren entwickelte Methodik wurde auch bereits der Generaldirektion Market (GD Market) der EU-Kommission angeboten und ist auch wohlwollend aufgenommen worden.

Somit schafft die Studie eine wichtige Grundlage für einen fairen, transparenten und wirtschaftlichen Vergabeprozess und bildet gemeinsam mit den Arbeiten des Wirtschaftsforschungsinstituts WIFO einen wichtigen Beitrag zur Re-Ökonomisierung des bislang vor allem juristisch geprägten Themas der öffentlichen Vergabe. Für diese verdienstvolle Grundlagenarbeit möchte sich der ANKÖ bei den Autoren, Ass.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Bröthaler und Univ.-Ass. Mag. Dr. Leonhard Plank herzlich bedanken.

Links:

ANKÖ-Studie „Öffentliche Vergaben in Österreich – Methodische Grundlagen und Empirische Ermittlung des gesamten Beschaffungsvolumens und öffentlicher Auftragsvergaben“ in Kooperation mit TU Wien (Fachbereich Finanzwissenschaft und Infrastrukturpolitik - IFIP im Department für Raumplanung) mit Ass.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Johann Bröthaler unter Mitarbeit von Univ.-Ass. Mag. Dr. Leonhard Plank; pdf, 104 Seiten, 1,2 MB; Download  

ANKÖ Studie „Öffentliche Vergaben in Österreich“ - Zusammenfassung: „Wirtschaftsfaktor öffentliche Vergabe"; pdf, 4 Seiten, 0,2 MB; Download

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