Welchen Hintergrund kann es haben, dass ANKÖ KundInnen über 20 Jahre durchgehend unsere Portale nutzen? Unsere NutzerInnen-Erfolgsstory-Reihe startet mit einem spannenden Interview aus der Welt der Restauration.

Christine Klasen-Sopar ist akademische Malerin und Restauratorin. Sie ist seit 1980 tätig und seit dem Jahr 2000 ist sie ANKÖ-Kundin. Um Ihre Eignung nachzuweisen, nutzt sie seither die ANKÖ Liste geeigneter Unternehmen® – LgU und um sich über für sie interessante Ausschreibungen zu informieren, ist Frau Klasen-Sopar Abonnentin vom ANKÖ Vergabeportal, das ihr täglich per E-Mail neue relevante Ausschreibungen sendet. 

Als eine der treuesten Kundinnen von ANKÖ-Produkten haben wir Frau Klasen-Sopar zum Interview gebeten, um sie zu ihrem ANKÖ-Erstkontakt, Ihren größten Erfolgen und dem Grund, immer noch beim ANKÖ zu sein, befragt. 

Frau Klasen-Sopar, wie haben Sie als akademische Malerin und Restauratorin ANKÖ kennengelernt? Ist der Eignungsnachweis für Sie aufwendig in der ANKÖ LgU? 

„1999 oder 2000 hat die Stadt Wien die Restaurierung der Kapelle Margaretenplatz ausgeschrieben, in der sich, wie sich herausstellte, barocke Fresken vom österreichischen Frühbarockmaler F. A. Maulpertsch befanden. Die ausschreibende Stelle der Stadt Wien empfahl mir, mich im ANKÖ listen zu lassen, daher bin ich seit 2001 Kundin im ANKÖ. 

Ich benötige für gewöhnlich einen Tag im Jahr, um meine Daten im ANKÖ zu aktualisieren. Für jede weitere Ausschreibung ist es für beide Seiten eine ungemeine Erleichterung – richtig unbürokratisch. 

Die meiste Zeit verbringe ich als Einzelunternehmerin persönlich vor den denkmalgeschützten Kunstwerken, sprich Architektur-Oberflächen, und benutze für elektronischen Bürokram den ANKÖ. 

Mein wichtigstes Gegenüber ist das Bundesdenkmalamt (BDA). Dem BDA bin ich verpflichtet, Rede und Antwort bezüglich des zu restaurierenden Kunstwerkes zu geben. Alle weiteren Eignungen, um öffentliche Aufträge anzunehmen, stelle ich über den ANKÖ zur Verfügung.“ 

Was ist einer der größten Erfolge, den Sie über ANKÖ bekommen haben? 

„2010 gab es die Ausschreibung für Stuckdeckenrestaurierungen für ein Hotelprojekt namens Shangri-La, später Ritz-Carlton am Schubertring in Wien. Von 2011 bis 2016 war ich hier an Restaurierungen tätig. Es gibt hierzu auch TV-Aufzeichnungen, und umfangreiche Dokumentation auf meiner Web-Page“.

Und bei kleineren Aufträgen - spielt hier ANKÖ eine Rolle? Oder für bestimmte Auftraggeber? Wie gestaltet sich der Wettbewerb unter Restauratoren, Stichwort Preisdruck? 

„Bei kleineren Aufträgen aus öffentlicher Hand liefert der ANKÖ ebenso alle erforderten Nachweise.  

Dem Bundesdenkmalamt (BDA) wird nach Abschluss jeder Restaurierung ein Bericht mit Fotodokumentation und Materialangabe geschickt. Meine MitarbeiterInnen - vorwiegend StudentInnen der Universität für bildende Kunst und angewandte Kunst - werden je nach Projektumfang, jeweils dem BDA und Projektbesitzer vor Beginn der Restaurierung bekannt gegeben. Dem ANKÖ muss das nicht zwingend bekannt gegeben werden, da diese unter freiem Werkvertrag bei freier Zeiteinteilung mitarbeiten.  

Auch wenn es wichtig ist, dass es den freien Wettbewerb gibt, ist es dennoch wichtig, dass österreichische Kulturgüter und Brauchtümer von Kennern der Gepflogenheiten des Landes behandelt werden. Man muss die Menschen und das Land verstehen, man muss sich identifizieren können, denn ein Restaurator ist kein Anstreicher. Es muss sorgfältig das richtige Material gewählt werden, um die Kraft der historischen Werke zu erhalten. Falsch angewandte Materialien können ein historisches Kulturgut unwiderruflich zerstören. 

Darum ist es wichtig, dass faire Bieter eine Chance haben, und nicht nur Billigstbieter zum Zug kommen. Nur mit Professionalität und Fachwissen kann beste Qualität gewährleistet werden, um historische Werke zu erhalten. Ein ruiniertes Kunstwerk ist unwiederbringlich verloren, darum ist von Billigstbietern abzuraten, die die Kunst der Restauration nicht verstehen. 

Berufsfremde sind in der Denkmalpflege sehr problematisch. Es ist für jeden Auftraggeber wichtig, zu wissen, dass ihr historisch wertvolles Kunstwerk in den Händen eines erfahrenen, geschulten Restaurators befindet. Ähnlich der BIO-Kultur: Nachhaltiger, wertvoller, regionaler und sicherer für Auftraggeber wie Auftragnehmer. 

Meine Preisgestaltung richtet sich vorwiegend nach der den nötigen Arbeitsschritten des zu restaurierenden Kunstwerkes oder Projektes. Alle meine Restaurierungen geschehen unter ständiger Aufsicht vom BDA, damit ist allen berufsfremden Billigstbietern das Handwerk gelegt.“ 

Abgesehen von der Eignung, die Sie über die ANKÖ LgU zu zeigen, gibt es weitere Dienste von ANKÖ, die Ihr Geschäft fördern? 

„Ja, das ANKÖ Vergabeportal. Hier lasse ich mir Restaurierungs-Ausschreibungen per E-Mail zusenden, die ich täglich sichte. Mein ANKÖ Vergabeportal-Suchprofil ist so eingestellt, dass ich automatisch Mails bekomme, auch für Ausschreibungen aus Tirol, Oberösterreich, der Steiermark und Kärnten. Um was zu ändern, rufe ich den Vergabeportal-Support an, und die stellen mir das ein. 

Interessante Ausschreibungsunterlagen werden von mir gedruckt und begleiten mich in Papierform auf diverse Baustellen zur Durchsicht und zum Ausfüllen. Wieder im Atelier anwesend, wird die Ausschreibung gescannt und zeitgerecht abgegeben. Laptop gibt es keinen auf der Baustelle.  

An den denkmalgeschützten Projekten, sprich an der Architekturoberfläche, wird nur analog gearbeitet, in meinem Fall mit Hilfe der elektronischen Vergabelösungen des ANKÖ.“ 

Sehr geehrte Frau Klasen-Sopar, vielen Dank für das offene, persönliche Gespräch, wir freuen uns sehr, dass Sie schon so lange eine unserer treuesten Kundinnen sind, und Ihre Erfahrungen mit uns zu teilen bereit sind. Vielen herzlichen Dank. 

Mit Frau Christine Klasen-Sopar gesprochen hat Thomas Gerstl, Marketing & Kommunikation, ANKÖ. 

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