Am 28.4.2021 fand der erste ANKÖ Vergabedialog® 2021 statt, pandemiebedingt zwar online, doch der Zulauf war enorm

„Vielen Dank! Wichtige Veranstaltung!“, „Danke - das war eine wichtige Veranstaltung!“, „Danke auch für die interessante Veranstaltung!“, „Vielen Dank für die spannende Veranstaltung und die perfekte Organisation und Moderation.“, so ein Auszug aus dem Feedback zum ersten ANKÖ Vergabedialog® 2021. 

Unter dem Motto „Wettbewerbe und andere Vergabeverfahren rechtssicher und effizient elektronisch abwickeln - mit Fallbeispiel Wiener Stadthalle NEU“ veranstalteten der ANKÖ zusammen mit der Bundeskammer der ZiviltechnikerInnen eine Telekonferenz zum Thema „Wettbewerbe rechtssicher abwickeln“. Mit Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Steiermark, Ober- und Niederösterreich, Burgenland und natürlich Wien konnten wir Gäste aus praktisch ganz Österreich willkommen heißen. Zu den Gästen zählten u.a. Rechts- und Vergabeexperten der BIG-Bundesimmobiliengesellschaft und DirektorInnen aus der Bundeskammer und den Länderkammern der ZiviltechnikerInnen.  

Die von BR h.c. DI Rudolf Kolbe, Präsidenten der zt: Bundeskammer und Emir Prcić, MBA, Geschäftsführer ANKÖ eröffnete Veranstaltung präsentierte sechs Fach- oder Impulsvorträge zum Rahmenthema (Architektur-) Wettbewerbe rechtssicher abwickeln:

  • Bmst. Ing. Kerstin Kienbeck von Hans Lechner ZT: (Vertiefte) Angebotsprüfung aus fachlicher Sicht
  • Dr. Günther Gast und Dr. Arnold Autengruber von CHG Czernich Haidlen Gast & Partner Rechtsanwälte: Was gibt das Vergaberecht her? Gestaltungsmöglichkeiten und Fallstricke aus Architektensicht
  • Mag. Valerie Kramer von ANKÖ: Ihr Nutzen der ANKÖ - Liste geeigneter Unternehmen®
  • Jakub Balaz, MBA von ANKÖ: Erstellung eines anonymen Wettbewerbes in der ANKÖ eVergabe+
  • DI Florian Hain von next-pm: Der Wettbewerb Stadthalle Wien Neu
  • Mag. Peter Straberger von ANKÖ: Das ANKÖ Arch+Ing Angebot  

 

lm Rahmen des ANKÖ Vergabedialogs® sind wir jeweils bemüht, Expertlnnen aus unterschiedlichen Bereichen und Regionen des Vergabewesens eine Bühne zu bieten und so ein breites Spektrum an Anschauungen einzufangen. Besonders freuen wir uns, dass in diesem Vergabedialog® eine rege Frage- und Diskussionskultur unter den Teilnehmerlnnen herrschte, denn das trägt aus unserer Sicht dazu bei, dass die Inhalte lebhaft und praxisnah vermittelt werden.  

Dem Titelthema des Vergabedialogs folgend, fasst Architekt Daniel Fügenschuh, Vizepräsident der Bundeskammer der ZiviltechnikerInnen und Vorsitzender der Bundessektion ArchitektInnen noch einmal die wichtigsten Punkte zusammen:

„Ein größeres Bauvorhaben stellt öffentliche AuftraggeberInnen immer vor eine Herausforderung: Schließlich geht es nicht „nur“ darum, ein gutes Projekt umzusetzen, das den Lebensraum der BürgerInnen und das Ortsbild auf Jahrzehnte prägt. Auch die rechtlichen Anforderungen und jene an Transparenz, Bürgerbeteiligung und demokratische Legitimation steigen. Ein besonders gut geeignetes Verfahren stellt der offene Architekturwettbewerb dar.

Es ist das einzige Verfahren, das die Auswahl eines Entwurfs ermöglicht, bevor eine Beauftragung der Planung erfolgt. Ein einschlägiges Fachgremium - bestehend aus beiden Seiten, nämlich Fach- und Sachpreisrichtern - wählt aus anonym vorgelegten Wettbewerbsbeiträgen eine für die konkrete Aufgabe bestgeeignete Lösung. Das Siegerprojekt liegt dann als abgestimmtes Konzept vor, der von allen Beteiligten mitgetragen wird - eine sachlich fundiertere Auswahl ist kaum möglich.“, so Fügenschuh. 

„Wie bei keiner anderen Beschaffungsform ist bei Wettbewerben eine Partizipation von BürgerInnen möglich: Sowohl im Vorfeld bei der Vorbereitung des Projektes als auch durch die anschauliche Präsentation von Wettbewerbsergebnissen. Die Einbeziehung der Bevölkerung sichert hohe Akzeptanz gegenüber dem Projekt.“ ist sich Fügenschuh sicher.

„Das Instrument des Architekturwettbewerbes ist seit den 1860er Jahren erprobt und bietet große Rechtssicherheit auch in vergaberechtlicher Hinsicht. Durch den hohen Stellenwert von Wettbewerben unter ArchitektInnen kommt es nur zu sehr wenigen Anfechtungen. Auch die Verfahrenskosten bieten kaum Angriffsfläche für Kritiker: In Summe betragen diese etwa 0.5 % der Baukosten.“, so Fügenschuh abschließend.

Wir von Seiten des ANKÖ bedanken uns dieser Stelle bei allen Vortragenden für die spannenden Impulsvorträge und Diskussionen und ganz besonders bei der Kammer der ZiviltechnikerInnen für die gemeinsame Organisation und das erfolgreiche Gelingen der Veranstaltung.

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