Allein im Dezember des Vorjahres gab es in Österreich um rund 10 Prozent mehr öffentliche Ausschreibungen als noch im Jahr zuvor. Der heimische Markt hat sich damit besser entwickelt, als der europäische Durchschnitt. Und im Jänner hat sich gezeigt, das Wachstum hält an.

13.02.2017

Diese Bilanz kann sich sehen lassen: Im Jänner dieses Jahres ist die Anzahl der österreichweiten Ausschreibungen um rund 20 Prozent gestiegen und im Dezember 2016 gab es in Österreich um rund 10 Prozent mehr öffentliche Ausschreibungen als im Jahr zuvor. Zu diesem Ergebnis kommt der monatliche ANKÖ-Vergabereport. Dabei werden alle Bekanntmachungen zu öffentlichen Vergabeverfahren berücksichtigt.

Das bedeutet öffentliche Auftraggeber haben hierzulande 670 Aufträge im Dezember ausgeschrieben und im Jänner 2017 insgesamt 641. Das ist insofern besonders positiv, da es normalerweise gerade im Winter zu einem saisonalen Tief kommt. Im Jahr 2015 waren es im Dezember 610 Ausschreibungen und 2014 sogar nur 526. Die Steigerung des vergangenen Dezember schlägt sich nicht zuletzt auch in den Zahlen für das gesamte vergangene Jahr nieder: Österreichweit gab es 9317 Ausschreibungen, nach 8827 Vergaben im Jahr zuvor. Das entspricht einem Plus von 5,5 Prozent.

Viele Faktoren prägen den Ausschreibungsmarkt

Woran diese Steigerung liegt, lässt sich nicht ganz eindeutig belegen. Schließlich tragen viele Faktoren zum Ausschreibungsmarkt bei. In Österreich habe aber insgesamt die Wirtschaft wieder stärker zugelegt, wie aus Untersuchungen des Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO und dem Institut für Höhere Studien IHS hervorgeht. Der private Konsum habe durch die Steuerreform leicht zugelegt, der öffentliche Konsum hingegen sei unter anderem durch Ausgaben für Flüchtlinge gestärkt worden. Auch heuer könnte sich die positive Stimmung fortsetzen: Laut Wirtschaftsforscher sollen dieses Jahr auch die Bauinvestitionen wieder ausgeweitet werden. Das liege vor allem an der Wohnbauinitiative des Bundes als auch am stärkeren Zuzug.

Mit Blick auf den Ausschreibungen wird sich bald zeigen, wie sich das Jahr entwickelt. Denn wie ein Blick auf die Statistik zeigt, gibt es in den Monaten Februar, März und April tendenziell die meisten Ausschreibungen. 2016 waren es im April österreichweit 1036, im Februar 1002. Am ruhigsten war 2016 der Jänner mit 533 Bekanntmachungen. Aber auch hier sieht man bereits eine enorme Veränderung zum Vorjahr: Österreichweit wurden heuer um 20 Prozent mehr Ausschreibungen verzeichnet. Der Start sieht somit bereits vielversprechend aus.

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