Staatssekretärin Mag. Muna Duzdar beim IKT Konvent in Wien. Foto: IKT 2017 Konvent, Internetoffensive Österreich

In einigen Bereichen ist die Digitalisierung in Österreich schon weit fortgeschritten. ANKÖ Kunden erledigen die Aktualisierung ihrer Eignungsnachweise längst digital und auch die Handysignatur ist eine Erfolgsgeschichte. Dennoch braucht es neue Impulse, ist Staatssekretärin Mag. Muna Duzdar überzeugt. Beim IKT Konvent sagt sie: "Noch fehlt die Emotionalisierung".

13.02.2017

In einigen Bereichen ist die Digitalisierung in Österreich schon weit fortgeschritten. ANKÖ Kunden erledigen die Aktualisierung ihrer Eignungsnachweise längst digital und auch die Handysignatur ist eine Erfolgsgeschichte. Dennoch braucht es neue Impulse, ist Staatssekretärin Mag. Muna Duzdar überzeugt. Beim IKT Konvent sagt sie: "Noch fehlt die Emotionalisierung".

Die Kennzahlen weisen in eine eindeutige Richtung: Mehr als 200 e-Service-Angebote aus Wirtschaft und Verwaltung gibt es aktuell in Österreich. Im europaweitem Vergleich sind wird beim e-Government damit bereits einer der Spitzenreiter. Vorreiter ist Österreich aber auch beim Thema Handysignatur: Es gibt 750.000 freigeschaltene Signaturen und monatlich kommen 20.000 Neuaktivierungen hinzu. "Ein großer Erfolg für das digitale Österreich", freut sich Kommerzialrat Michael Butz, MBA, MSc, Geschäftsführer des Handy-Signatur-Unternehmens A-Trust beim IKT Konvent Ende Jänner in Wien.

Und diese Erfolgsgeschichte werde sich nun weiter fortsetzen, schließlich wird die Handysignatur durch die eIDAS-Regelung der EU nun auch in allen Mitgliedsstaaten akzeptiert. Freischalten können Sie diese Signatur übrigens auch beim ANKÖ. Seit einigen Jahren ist der ANKÖ nun bereits offizielle Registrierungsstelle.

Impuls für das neue Jahr 

Trotz all dieser Erfolge zeigte der diesjährige IKT Konvent unter dem Titel "Digitalisierung: Vision versus Realität" allerdings noch ein ganz anderes Bild. Denn die technologische Entwicklung wird immer noch nicht emotional genug wahrgenommen, so die zuständige Staatssekretärin Mag. Muna Duzdar. „Die Digitalisierung ist noch ein Nischenthema. Jeder hat das Gefühl, dass es nichts mit einem selbst zu tun hat. Es ist keine Emotionalisierung da“, sagt Duzdar beim IKT Konvent. „Dabei ist die Digitalisierung ein hochpolitisches Thema und es ist wichtig, dass am Ende alle Menschen davon profitieren“, wird Duzdar weiter auf Futurezone zitiert.  

Um hier einen Impuls zu setzen wurde deshalb die „Digital Roadmap“ der Regierung nun neu präsentiert. Nach zwölf Leitprinzipien und Zielen aus allen Lebensbereichen – das bedeutet mit Einbindung aller Ministerien – soll die Digitalisierung nun mit konkreten Maßnahmen vorangetrieben werden. Insgesamt gibt es dabei 150 Maßnahmen, deren Fortschritt einmal pro Jahr überprüft werden soll.

Besonders wichtig sei dabei neben dem Ausbau der neuen Mobilfunkgeneration 5G vor allem die Einbindung kleinerer Firmen. Unter anderem sollen kleine und mittlere Unternehmen bei der Etablierung und Markteinführung von digitalen Anwendungen unterstützt werden und in sogenannten Digital Innovations Hubs soll der Zugang zu neuen Technologien verbessert werden. 

Digitalisierung in der Beschaffung

In einem Bereich ist die Digitalisierung aber auch für kleinere Unternehmen bereits angekommen: So sendet die überwiegende Mehrheit der Unternehmen ihre Eignungsnachweise bereits digital. 98,85 Prozent aller Unternehmen, die für den Nachweis der Eignung die Liste geeigneter Unternehmer® des ANKÖ nutzen, setzen auf digitale Kommunikationskanäle – und auf den direkten Zugriff auf das Portal.

Im Bereich e-Vergabe hingegen gibt es noch Wachstumspotenzial: So hat die Anzahl der Verfahren im vergangenen Jahr zwar rasant zugelegt, aber gerade bei kleineren Gemeinden gibt es noch Luft nach oben. Besonders in der Direktvergabe wird oft noch auf das Papierangebot zurückgegriffen. Gerade kleinere Unternehmen könnten mit einer elektronischen Durchführung allerdings ihre Effizienz steigern.

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