Wenn die Beschaffung allein zu wenig ist: Neben der Suche nach dem besten oder billigsten Angebot sollen und können mit Vergabeprozessen auch volkswirtschaftliche Ziele erreicht werden. Für Auftraggeber bringt das oft einen größeren Aufwand mit sich. Um gegenzusteuern kooperiert der ANKÖ beim Thema Innovation mit der Initiative Innovationsfördernde Öffentliche Beschaffung (IÖB).

29.05.2018

Wenn die Beschaffung allein zu wenig ist: Neben der Suche nach dem besten oder billigsten Angebot sollen und können mit Vergabeprozessen auch volkswirtschaftliche Ziele erreicht werden. Für Auftraggeber bringt das oft einen größeren Aufwand mit sich. Um gegenzusteuern kooperiert der ANKÖ beim Thema Innovation mit der Initiative Innovative Öffentliche Beschaffung (IÖB).

Grundsätzlich sind die Erwartungen an die öffentliche Vergabe klar: Durch transparente Prozesse soll das beste Angebot gefunden werden und Auftraggeber sind dazu angehalten, mit öffentlichen Mitteln möglichst sorgsam umzugehen. Schritt für Schritt sollen mit der Vergabe aber immer stärker auch wirtschaftspolitische Ziele umgesetzt werden – darauf drängt nicht nur der Gesetzgeber, sondern im vergangenen Jahr auch Forscher des WIFO. Ein Anwendungsfall ist hier beispielsweise die Förderung von innovativen Produkten und Dienstleistungen.

Für öffentliche Auftraggeber bringen diese Entwicklungen gerade zu Beginn nicht nur Vorteile: Zu allererst heißt es hier oft einen höheren bürokratischen Aufwand zu erfüllen. Um die öffentliche Hand beim Thema Innovation zu unterstützen, kooperiert der ANKÖ nun mit der Initiative „Innovationsfördernde Öffentliche Beschaffung“ (IÖB) und hat mit einer neuen Form des Innovationsmonitoring in der eVergabe+ der ANKÖ Service Ges.m.b.H. ein Best Practice-Beispiel geschaffen. Mit dem Ausfüllen von zwei kurzen Fragen wird der Grundstein für ein einfaches und jederzeit abrufbares Innovationsmonitoring gelegt. So wird in einem ersten Feld auf den innovativen Charakter des Verfahrens hingewiesen, im zweiten Schritt der Innovationswert abgefragt. Dieser Anteil kann in der Folge einfach als Teil der Statistik ausgelesen oder auch bei Bedarf an betreffende Stellen gemeldet werden.

„Als ANKÖ freut es uns, dass wir als erster Plattformanbieter beim Thema Innovation eine sehr einfache und praktikable Lösung einführen konnten“, sagt ANKÖ CIO Emir Prcic, MBA. Das ist ein wichtiges Tool, dass nun mit gemeinsamen Aktionen verstärkt zum Leben erweckt werden soll.

Innovative Lösungen im Einkauf

Öffentliche Auftraggeber investieren pro Jahr über 60 Milliarden Euro. Die Art und Weise, wie und wofür diese Mittel konkret ausgegeben werden, hat dabei natürlich einen wesentlichen Einfluss auf Anbieter und ihre Produkte. Und um hier gezielt auch Unternehmen mit innovativen Produkten zu unterstützen, hat das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie gemeinsam mit dem Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort die Initiative „Innovationsfördernde Öffentliche Beschaffung“ gestartet. Ziel dieses Programms ist es, im öffentlichen Einkauf verstärkt auf innovative Lösungen zurückzugreifen. Damit werden nicht nur die Unternehmen unterstützt, sondern gleichzeitig auch der öffentliche Sektor moderner und angesichts anstehender digitaler Herausforderungen zukunftsfit gemacht, so das Ziel der Ministerien.

Konkret heißt das: Über die eigens eingerichtete IÖB Servicestelle werden eine Reihe kostenloser Services für öffentliche Beschaffer angeboten. Das reicht von individueller Beratung, über eine eigene Online-Plattform (www.innovationspartnerschaft.at), das Aufzeigen von Best-Practice-Beispielen, bis hin zu Schulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen.

Ein deutlicher Schub für innovative Beschaffung ist aber auch hier von der e-Vergabe zu erwarten: Denn mit der elektronischen Durchführung wird es für Auftraggeber künftig deutlich einfacher einen Überblick über innovative Verfahren zu behalten – wie zum Beispiel über die bereits erwähnte Kooperation mit dem ANKÖ. Gleichzeitig gibt es aber mit dem BVergG 2018 auch andere Anstrengungen, innovative Unternehmen zu fördern, etwa durch die sogenannte Innovationspartnerschaft, die als neue Verfahrensart eingeführt wird.

 

Weiter Informationen zum Thema finden Sie bei der IÖB-Servicestelle und wie die Lösung in der eVergabe+ funktioniert sehen Sie in diesem Tutorial-Video.

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