Das Vergaberecht wird immer komplexer und umfassender. Das zeigt zum Beispiel allein der Blick auf die Anzahl der Paragrafen. Die elektronische Durchführung bringt aber Vorteile, sagt Vergaberechtsexperte Dr. Matthias Öhler in einem Artikel der Vorarlberger Wirtschaft.

24.04.2017

Das Vergaberecht wird immer komplexer und umfassender. Das zeigt zum Beispiel allein der Blick auf die Anzahl der Paragrafen. Die elektronische Durchführung bringt aber Vorteile, sagt Vergaberechtsexperte Dr. Matthias Öhler in einem Artikel der Vorarlberger Wirtschaft.

 

Die e-Vergabe wird verpflichtend elektronisch. Das ist zum Beispiel einer der wesentlichen Neuerungen im Bundesvergabegesetz (BVergG) 2017. „Die Wirtschaft“, die Zeitung der Wirtschaftskammer Vorarlberg, hat dies zum Anlass genommen, den Vergaberechtsexperten Dr. Matthias Öhler zu interviewen.

Das Interview finden Sie hier.

Der größte Unterschied für Bieter ist, so der Experte, sie müssen sich darauf einstellen, Angebote nicht mehr persönlich abzugeben. Gleichzeitig wird sich aber auch der Prozess der Kommunikation bis hin zur Niederschrift und Zuschlagserteilung verändern. Alles läuft künftig verstärkt elektronisch ab. Dadurch wird beispielsweise die Manipulationssicherheit erhöht, so die Einschätzung des Anwalts. Das Land und die Gemeinden in Vorarlberg haben für die Durchführung übrigens bereits den ANKÖ in einem Vergabeverfahren ausgewählt.

Mehr Paragraphen

Negativ hingegen ist die Erhöhung der Bürokratie. „Kurzfristig wird die Komplexität gesteigert, allein schon deswegen, weil sich die Paragraphenzahl im Bundesvergabegesetz um 36 erhöhen wird“, sagt Dr. Öhler. Kritisch seien zudem vergabefremde Zielsetzungen, wie beispielsweise soziale oder ökologische Zielsetzungen. Dr. Öhler: „Das erhöht die Komplexität und ist nachteilig für die Bieter. Das Bestbieterprinzip ist bürokratietechnisch ein Rückschritt.“

 

 

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