Mit 21. August 2018 trat das neue Vergaberechtsreformgesetz 2018 in Kraft. Was heißt das für Sie als ANKÖ-Partner? Lesen Sie hier, inwiefern wir uns akribisch auf diese Gesetzesänderung vorbereitet haben, damit Sie optimal davon profitieren und selber praktisch keinen Aufwand haben.

23.08.2018

Diese Woche, mit Wirksamkeit ab 21. August 2018 trat das neue Vergaberechtsreformgesetz 2018 in Kraft.

Was heißt das für Sie als ANKÖ-Partner? Das heißt für Sie bestens gerüstet zu sein.

Denn in allen Bereichen unserer Plattformen haben wir uns akribisch auf alle Änderungen vorbereitet, damit Sie bei Inkrafttreten bereits bestens gewappnet sind. Somit müssen Sie (fast) gar nichts unternehmen. Außer, zum Beispiel, sich unsere proaktiven Taten durchzulesen. Im Detail sind das:

Aufträge ausschreiben: eVergabe+

Die Plattform eVergabe+ wurde – auch im Zuge ständiger Weiterentwicklung - an alle neuen gesetzlichen Bestimmungen, die das Vergaberechtsreformgesetz 2018 mit sich bringt, angepasst: 

  • Einsicht in die Bieterdownloadliste: Gemäß § 89 Abs. 4 BVergG 2018 ist bei Verfahren mit vorheriger Bekanntmachung die Einsicht in die Bieterdownloadliste nicht mehr gestattet. Deshalb haben wir das Recht zur Einsicht für sämtliche Auftraggeber und vergebende Stellen entfernt.
  • Einheitliche Stillhaltefrist für den Unter- und Oberschwellenbereich: Die Stillhaltefrist wurde im Unterschwellenbereich von 7 auf 10 Tage angehoben.
  • Open Data Verordnung: Ab März 2019 müssen die Kerndaten eines nationalen Vergabeverfahrens an die Open Government Data Plattform data.gv.at gemeldet werden. Die ANKÖ eVergabe+ wird dafür eine Schnittstelle vorsehen, welche eine direkte Übermittlung bzw. Zurverfügungstellung bei data.gv.at ermöglicht.
  • E-Vergabe Pflicht: Ab 18. Oktober 2018 ist die elektronische Form der Vergabe im Oberschwellenbereich (bis auf wenige Ausnahmen) verpflichtend.

eVergabe+ Kontakt
Jakub Balaz, BA, Leiter eVergabe+
t +43 1 333 66 66 22
j.balaz(at)ankoe.at

Eignung nachweisen und prüfen: Liste geeigneter Unternehmer® LgU

In der ANKÖ Plattform Liste geeigneter Unternehmer® LgU ändert sich durch das BVergG 2018 nichts. Weder für den Nachweis noch der Prüfung der Eignung über die LgU hat sich hier etwas für Sie geändert. Das bedeutet, Unternehmen können weiterhin einfach und effizient Nachweise für Ihre Eignung öffentlichen Auftraggebern zugänglich machen. Dokumente – die in Inhalt und Aktualität entsprechen - müssen somit weiterhin nur einmal hinterlegt werden, können aber für mehrere Vergabeverfahren genutzt werden. Somit entspricht die LgU bereits jetzt dem vielzitierten „Once-only-principle“ gem. § 80 Abs 6 BVergG 2018. Für die öffentlichen Auftraggeber bedeutet dies weiterhin Eignungsnachweise per Knopfdruck – rund um die Uhr online. 

Im Bereich der Eignung gibt es hingegen eine Neuerung: Die Einführung des Standardformulars für die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE/ESPD) gem. § 80 Abs. 2 BVergG 2018 und die Pflicht zur Gleichwertigkeitsprüfung mit Hilfe der Online-Datenbank e-Certis gem. § 80 Abs 7. BVergG 2018. Der ANKÖ hat e-Certis bereits in der LgU umgesetzt und auch die EEE steht bereits einem ausgewählten Nutzerkreis zur Verfügung und wird Ihnen in den nächsten Tagen über die LgU und eVergabe+ zur Verfügung stehen. Machen Sie Sie sich damit vertraut, im Bedarfsfall kontaktieren Sie uns bitte gerne.

LgU Kontakt
Mag. Valerie Köhl, Teamleitung Liste geeigneter Unternehmer®
t +43 1 333 66 66 35
v.koehl(at)ankoe.at

Aufträge finden und elektronisch Abgeben: Vergabeportal.at - Änderungen für Bieter

  • Die verpflichtende elektronische Signatur bei Ausschreibungen im Oberschwellenbereich: Darunter ist nicht eine händisch unterfertigte und eingescannte Signatur zu verstehen, sondern eine digitale Authentifizierung des Unterzeichners. Ab sofort müssen neben der Abgabe von Angeboten auch Teilnahmeanträge elektronisch signiert werden. ANKÖ empfiehlt Ihnen die elektronische Signatur mittels Handy. Diese ist kostenlos und kann ohne großen Aufwand eingerichtet werden. ANKÖ ist Ihnen als offizielle Registrierungsstelle sehr gerne behilflich.
  • Stillhaltefrist vereinheitlicht: Für Ausschreibungen sowohl im Unterschwellen- als auch Oberschwellenbereich gilt eine einheitliche Stillhaltefrist von 10 Tagen.
  • Open Data Verordnung: Ab März 2019 werden nationale Ausschreibungen über data.gv.at öffentlich zur Verfügung gestellt. Für Sie als Vergabeportal-Kunde ergeben sich dadurch keine Änderungen. Sie werden, wie gewohnt mittels Vergabeportal.at über den österreichischen Ausschreibungsmarkt bestens informiert.
  • E-Vergabe Pflicht: Ab 18. Oktober 2018 ist die elektronische Form der Vergabe im Oberschwellenbereich (bis auf wenige Ausnahmen) verpflichtend.

Vergabeportal Kontakt
Tamara Pfaffl, BSc (WU), Support Vergabeportal & eVergabe+
t +43 1 333 66 66 27
t.pfaffl(at)ankoe.at

Somit sind Sie mit ANKÖ bestens gerüstet. Die Rechtskonformität aller Verfahren, die Sie seit 21. August 2018 eingeleitet haben, und die somit dem neuen Gesetz unterliegen, ist durch die Nutzung des ANKÖ hundertprozentig gewährleistet. 

Für mehr Informationen zum Vergaberechtsreformgesetz 2018 klicken Sie bitte auf das Bundesgesetzblatt des Rechtsinformationssystems des Bundes (RIS) oder gehen Sie direkt auf die Vergaberechtsreformgesetz-Homepage des Parlaments der Republik Österreich.

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